Stellungnahme „Traumatisierte Flüchtlinge – schnelle Hilfe ist jetzt nötig“

Flüchtlinge erleben häufig vor und während der Flucht ein immenses Ausmaß an Gewalt und lebensbedrohlichen Situationen oder wurden Zeugen von solchen traumatisierenden Ereignissen. Bei vielen Betroffenen führen diese Erfahrungen zu psychischem und körperlichem Leid. Niederschwellige Angebote, beispielsweise geschulte begleitende Beraterinnen und Berater, können den Betroffenen helfen. Darauf weisen die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften in einer heute veröffentlichten Stellungnahme hin.

In der Stellungnahme „Traumatisierte Flüchtlinge – schnelle Hilfe ist jetzt nötig“ beschreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen traumatisierender Belastung und den negativen Folgen für die Betroffenen sowie die nachfolgenden Generationen. Effektive psychosoziale Hilfe muss hier rechtzeitig ansetzen, damit Sprachkurse und die Integration in das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt gelingen können.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen können dazu beitragen, dass die psychische Integrität der Betroffenen wiederhergestellt wird und dass negative Folgen für die Kinder der Betroffenen sowie für die Gesellschaft als Ganzes vermindert oder vermieden werden. Um ein solches differenziertes Begleitungs- und Behandlungskonzept umzusetzen, müssen die Akteure, vor allem in den Ländern und Kommunen, auch finanziell in die Lage versetzt werden.

2018_Stellungnahme_traumatisierte_Fluechtlinge

 

 

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